SALSA CLUB MÜNCHEN - Salsa in München by Hakan
Salsa in München
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Freitag, 18.08.2017 - 14.35 Uhr

Salsa Philosophie - Salsa Club München

"Salsa ist etwas zum Essen. Das, worauf man tanzen kann, heisst Mambo"

Tito Puente

Die puertorikanische Latin Jazz Ikone Tito Puente konnte sich wie übrigens auch viele alte kubanische Musiker nie so richtig mit dem Begriff "Salsa" anfreunden, da sie diesen quasi als unnötig empfanden. Liegt das an den Veränderungen, die diese in Kuba entstandene Musik bis in die heutige Zeit erfahren hat? Will man mit dem Begriff "Mambo" etwas anders, also eine bestimmte Art der afrokubanischen Musik unterscheiden, die in eine bestimmten Epoche fällt?

Wenn man diese Epoche des Mambo herausstellen möchte, dann sind damit die 40er und 50er gemeint, in denen der zuvor auf Kuba entstandene Rhythmus seine Blütezeit erlebte. Hierbei sind vor allem die Musiker und Bandleader Perez Prado, Beny Moré, Machito (Frank Grillo), Mario Bauza, Tito Rodriguez und Tito Puente zu nennen. Diese Pioniere, und insbesondere der Kubaner Mario Bauza, legten im Zuge der Ausbreitung afrokaribischer Musik den Grundstein einer ganz neuen Vermischung zweier Elemente: afrokubanischer Rhythmus und nordamerikanischer Jazz - vor allem Swing und Be-Bop - verschmolzen zum CuBop, zum Latin Jazz, zum Mambo. Diese Verschmelzung vollzog sich in den beiden Metropolen Havanna und New York. Machito nennt sie "die Liebesheirat zwischen Jazz und afrokubanischer Musik" und eben nicht eine Vernunftehe eines karibischen Emigranten, um sich in einem fremden Land arrangieren zu können. Die tanzbare Form dieses Latin Jazz war Mambo. Mambo ist immer Tanzmusik.

Und so entstanden aus den gleichen Ursprungsquellen kommend neue Formen des Tanzes, die sich aus europäischen und nordamerikanischen Paartänzen einerseits und afrokaribischen Bewegungsformen andererseits ergaben. Der "Tempel", in dem die besten Mambo-Orchester, die für die heutigen Salsaverhältnisse mit einer riesenhaften Besetzung ausgestattet waren, und die besten kubanischen Tänzer auftraten, war das legendäre Palladium in New York. Hier entwickelte sich ein ganz besonderer Tanzstil, der sich in seinen Figurenabläufen und Schrittkombinationen strikt an den "Clave", den Herzschlag der Mambo- und Salsamusik anlehnt. Genauso wie der Kongaspieler immer auf den zweiten Beat den krachenden "Slap" setzt, wird im "Palladium-Stil" der zweite Takt innerhalb der Schritte betont ("Salsa on two").

Im Zuge des Ausklingens dieser originären Mambowelle entstand eine leicht veränderte Musikform, die sich wieder mehr an das kubanische Original anlehnte und gleichzeitig eine Tönung der entstehenden Pop- und Rockmusik hineinbrachte. Diese integrierte weitere karibische Musikelemente und wurde deshalb in den 70er Jahren unter dem Markennamen "Salsa" (Sosse) vermarktet und popularisiert. Einhergehend mit dieser Entwicklung und vor allem aufgrund der Soft-Salsa-Welle wurde die Musik, deren kubanischer Grundrhythmus sich nie grundsätzlich veränderte, zunehmend verwässert. Etwas, das von New York und Puerto Rico ausgehend in ganz Südamerika und in den 80er Jahren auch verstärkt in Europa für den breiten Latino-Musikmarkt aufbereitet wurde, musste zwangsläufig vereinfacht werden. Gefragt waren eingängige Themen, smarte Sänger und einfache Rhythmen, die für eine breite Schicht leicht tanzbar waren.

Diese Entwicklung wirkte sich ebenfalls extrem auf die Tanzformen aus, die sich zunehmend vom Original des "Palladium Mambo" entfernten. Im Tanz kam hierbei die Konkurrenz zu einer anderen Musik- und Tanzform hinzu, die beginnend mit den 70er Jahren als mitreissender Partytanz einen wahren Siegeszug feierte: der aus der Dominikanischen Republik stammende Merengue, den jeder, der des Gehens mächtig ist, einfach mittanzen kann. Nach dem Auslaufen der Softsalsa-Welle ist es in jüngster Zeit vor allem von New Yorker Bands zu einem Wiederaufleben der jazzigen und fetzigen Salsainterpretation gekommen (Bronx Beat). Aber auch einige puertorikanische Bands blieben dem jazzigen, ursprünglichen Stil immer treu.

Diese Entwicklung wirkte sich ebenfalls extrem auf die Tanzformen aus, die sich zunehmend vom Original des "Palladium Mambo" entfernten. Im Tanz kam hierbei die Konkurrenz zu einer anderen Musik- und Tanzform hinzu, die beginnend mit den 70er Jahren als mitreissender Partytanz einen wahren Siegeszug feierte: der aus der Dominikanischen Republik stammende Merengue, den jeder, der des Gehens mächtig ist, einfach mittanzen kann. Nach dem Auslaufen der Softsalsa-Welle ist es in jüngster Zeit vor allem von New Yorker Bands zu einem Wiederaufleben der jazzigen und fetzigen Salsainterpretation gekommen (Bronx Beat). Aber auch einige puertorikanische Bands blieben dem jazzigen, ursprünglichen Stil immer treu.

In den 80er und 90er Jahren waren es nur wenige legendäre Tänzer und Tanzlehrer, die den ursprünglichen Salsa- oder wenn man es so will Mambo-Stil aufrecht erhielten. Dies waren u. a. Hannibal Vasquez, Roberto Roena, Frankie Rios, Mike Ramos, George Vascones, Eddie Torres, Papito Jala Jala und Miguelito Rodriguez. Es gab in dieser Übergangsphase der 80er und 90er Jahre zwei Refugien, in denen sich der Stil halten konnte: in New York (z.B. Side Street Club in der Bronx) und in San Juan, Puerto Rico (z.B. Tropico). Im Jahre 1997 fand zum ersten Mal der sog. Salsa World Congress in Puerto Rico statt. Ableger und Nachahmer hiervon werden seither auf der ganzen Welt veranstaltet. Durch die hierbei gezeigten Tanzshows aus Puerto Rico und New York wurde der "Palladium Mambo" zum ersten Mal einem breiten Publikum, das mittlerweile vom "Salsavirus" infiziert worden war, zugänglich.

SALSA CLUB MUNICH - Hakan Seven
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E-Mail: info@salsaclub-munich.de - Internet: http://www.salsaclub-munich.de

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